Kramer
Die Gebrüder Kramer aus Gutmadingen (später Überlingen am Bodensee) bauten ab 1925 Schlepper. Typisch für die meisten Kramer-Modelle: luftgekühlte Deutz-Motoren kombiniert mit eigenen Kramer-Getrieben. Anfang der 1970er-Jahre gab Kramer den Schlepperbau zugunsten von Baumaschinen auf; die Marke Kramer Allrad gehört heute zum Wacker-Neuson-Konzern.
8 Schlepper dieser Marke im Verein




Kramer K 15
Der K 15 füllte von 1954 bis 1956 die Lücke zwischen den 11- und 17-PS-Modellen. Dazu wurde ein wassergekühlter MWM-Motor auf 15 PS eingestellt, die schon bei niedriger Drehzahl anlagen. Weil die eigene Getriebefertigung ausgelastet war, kam das Getriebe diesmal von ZF. Rund 3.600 Stück wurden gebaut. Dieses Exemplar gehört dem Verein.
| Motor | MWM KD 211 Z |
|---|---|
| Bauart | 2-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren |
| Hubraum | 1.250 ccm |
| Leistung | 15 PS bei 1.850 U/min |
| Getriebe | 5 vorwärts / 1 rückwärts |
| Höchstgeschwindigkeit | 20 km/h |
Im Verein
| Ausführung | Baujahr | Zustand | Besonderheiten | Besitzer |
|---|---|---|---|---|
| Kramer K15 | 1956 | Teilrestauriert | – | Schlepperfreunde Dichtelbach |









Kramer KL 130
Der KL 130 ersetzte 1958 den KL 12. Jetzt arbeitete ein luftgekühlter Deutz-Einzylinder F1L 712 mit 850 ccm unter der Haube. Das Kramer-Getriebe mit fünf Gängen ließ sich um eine Kriechganggruppe erweitern; die Lenkbremse griff bei vollem Lenkeinschlag automatisch.
| Motor | Deutz F1L 712 |
|---|---|
| Bauart | 1-Zylinder, luftgekühlt, Wirbelkammerverfahren |
| Hubraum | 851 ccm |
| Leistung | 14 PS / 12 PS |
| Getriebe | 5 vorwärts / 1 rückwärts |
| Höchstgeschwindigkeit | 20 km/h |
Im Verein
| Ausführung | Baujahr | Zustand | Besonderheiten | Besitzer |
|---|---|---|---|---|
| Kramer KL 130 | 1959 | Teilrestauriert | Heckkraftheber, Kotflügel vorne | Jürgen Hill |
| Kramer KL 130 | 1958 | Teilrestauriert | Noch Motorhaube vom Vorgänger | Uwe Schäfer |





Kramer KL 200
In seiner fast zehnjährigen Bauzeit hat sich am KL 200 einiges geändert – von der Rundhaube über die Haube mit nierenförmigen Lüftungsgittern bis zur Kunststoffhaube ab 1961. Verbaut wurden drei verschiedene Deutz-Zweizylinder mit 18 bis 22 PS.
| Motor | Deutz F2L 712 |
|---|---|
| Bauart | 2-Zylinder, luftgekühlt, Wirbelkammerverfahren |
| Hubraum | 1.700 ccm |
| Leistung | 22 PS bei 2.000 U/min |
| Getriebe | 10 vorwärts / 2 rückwärts |
| Höchstgeschwindigkeit | 19 km/h |
Im Verein
| Ausführung | Baujahr | Zustand | Besonderheiten | Besitzer |
|---|---|---|---|---|
| Kramer KL 200 | 1963 | Teilrestauriert | Klappbarer Überrollbügel, Heckkraftheber mit Hub- und Druckfunktion | Rolf Luy |









Kramer KL 300
1960 löste der KL 300 den KL 250 ab – mit Deutz-Zweizylinder und nun 28 PS. Das Besondere ist das Kramer-Getriebe: Die zweite Gruppe war als Feinstufung ausgelegt, die Zwischengänge wurden per Fußwippe geschaltet. Bis 1968 entstanden rund 5.000 Stück.
| Motor | Deutz F2L 712 |
|---|---|
| Bauart | 2-Zylinder, luftgekühlt, Wirbelkammerverfahren |
| Hubraum | 1.700 ccm |
| Leistung | 28 PS |
| Getriebe | 10 vorwärts / 2 rückwärts |
| Höchstgeschwindigkeit | 18 km/h |
Im Verein
| Ausführung | Baujahr | Zustand | Besonderheiten | Besitzer |
|---|---|---|---|---|
| Kramer KL 300 | 1961 | Restauriert | Heckkraftheber, Kotflügel vorne | Jürgen Hill |
| Kramer KL 300 | 1968 | Original | Mähwerk | Pascal Cziomer |





Kramer 514 Allrad
Die 14er-Baureihe war die letzte, die Kramer überhaupt gebaut hat. Der 514 kam 1970 mit einem 2,8-Liter-Deutz-Dreizylinder und 50 PS, als 514 S mit Schnellgang bis 30 km/h. Unser Exemplar hat außerdem Allrad und Frontlader.
| Motor | Deutz F3L 912 |
|---|---|
| Bauart | 3-Zylinder, luftgekühlt, Direkteinspritzung |
| Hubraum | 2.826 ccm |
| Leistung | 50 PS bei 2.300 U/min |
| Getriebe | 10 vorwärts / 5 rückwärts |
| Höchstgeschwindigkeit | 30 km/h |
Im Verein
| Ausführung | Baujahr | Zustand | Besonderheiten | Besitzer |
|---|---|---|---|---|
| Kramer 514 AS | 1971 | Original | Lastschaltbare Zapfwelle, Frontlader, Allrad, Schnellgang, Verdeck | Pascal Cziomer |







Kramer KL 600 Allrad
Ab 1967 die Spitze des Kramer-Programms – mit neuer, kantiger Haube und viel neuer Technik, darunter ein synchronisiertes Getriebe mit Lastschaltung und Wendefunktion sowie eine verstärkte Hydraulik. Ab 1968 arbeitete darin der Deutz-Vierzylinder F4L 912. Vom KL 600 mit Vierzylinder wurden nur rund 250 Stück verkauft.
| Motor | Deutz F4L 912 |
|---|---|
| Bauart | 4-Zylinder, luftgekühlt, Direkteinspritzung |
| Hubraum | 3.768 ccm |
| Leistung | 62 PS bei 2.500 U/min |
| Getriebe | 12 vorwärts / 3 rückwärts |
| Höchstgeschwindigkeit | 28 km/h |
Im Verein
| Ausführung | Baujahr | Zustand | Besonderheiten | Besitzer |
|---|---|---|---|---|
| Kramer KL 600 AS | 1969 | Original | Allrad, Schnellgang, Fritzmeier Verdeck | Pascal Cziomer |
Technische Daten nach Angaben unserer Mitglieder. Die Fotos zeigen die Schlepper unserer Mitglieder.
