Unsere Schlepper

IHC

Die International Harvester Company stammt aus den USA, fertigte aber schon ab 1908 in Neuss Landmaschinen. Ab 1937 wurden dort auch Schlepper gebaut – anfangs nach amerikanischem Vorbild, ab den 1950er-Jahren mit eigenen Motoren und Modellen, die als McCormick in ganz Deutschland verbreitet waren. 1985 ging die Landtechnik an Tenneco und wurde mit Case zu Case IH zusammengeführt. Zusammen mit Deutz ist IHC bei uns die am stärksten vertretene Marke.

17 Schlepper dieser Marke im Verein

IHC DED 3

IHC DED 3

Das Besondere„Farmall Diesel“ vorn, „McCormick“ an der Seite – der Beginn einer neuen IHC-Generation.

Mit dem DED begann bei IHC eine ganz neue Schleppergeneration; nach rund 100 Exemplaren wurde er in DED 3 umbenannt. Die deutsche Ausführung hatte eine gefederte Portalachse vorn und Vollkotflügel mit Beifahrersitzen.

MotorIHC DD-99
Bauart3-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum1.631 ccm
Leistung20 PS bei 1.750 U/min
Getriebe5 vorwärts / 1 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit21 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC DED 31954RestauriertFrontgewichtJoachim Munz
IHC DLD 2
2× im Verein

IHC DLD 2

Das BesondereZweimal im Verein – der „Deutsche Leicht-Diesel“ aus Neuss.

Der „Deutsche Leicht-Diesel“ mit Zweizylinder kam Ende 1953 als letzter der ersten D-Serie. Im Baukastensystem hatte er dieselben Zylindermaße wie seine großen Brüder DED 3 und DGD 4 – nur eben zwei Zylinder. Die 14 PS lagen schon bei gemächlichen 1.750 U/min an, was der Haltbarkeit zugutekam. Das Getriebe kam von ZF.

MotorIHC DD-66
Bauart2-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum1.088 ccm
Leistung14 PS
Getriebe5 vorwärts / 1 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit19 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC DLD 21955Original–Joachim Munz
IHC DLD 21956Original–Jürgen Wagner
IHC DGD 4

IHC DGD 4

Das BesondereDer Vierzylinder der ersten IHC-D-Serie mit 30 PS.

Zugelassen im Mai 1953 zunächst mit 28 PS, wurde er nach wenigen Wochen auf 30 PS gebracht und als DGD 4 in Serie gebaut. Um 1955/56 bekamen einige Exemplare ein Sechsganggetriebe. Bis 1956 wurden rund 8.100 Stück gebaut.

MotorIHC DD-132
Bauart4-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum2.175 ccm
Leistung30 PS bei 1.800 U/min
Getriebe6 vorwärts / 1 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit20 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC DGD 41956RestauriertHeckkraftheberJoachim Munz
IHC D 212
2× im Verein

IHC D 212

Das BesondereTragschlepper mit „Wespentaille“ – zwei Exemplare im Verein.

Ein Tragschlepper mit typischer „Wespentaille“ für den Anbau von Geräten zwischen den Achsen. Erkennbar ist er am Kühlergrill mit verchromtem IH-Zeichen und den dort befestigten Scheinwerfern. Viele Teile stammen vom DLD 2, auch der Zweizylinder DD-66 – hier gedrosselt auf 12 PS – und das ZF-Getriebe.

MotorIHC DD-66
Bauart2-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum1.088 ccm
Leistung12 PS
Getriebe6 vorwärts / 1 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit19 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC D 2121958OriginalMähwerkJürgen Wagner
IHC D 2121957RestauriertMähwerkGünter Wendling
IHC D 440

IHC D 440

Das BesondereMit Roots-Gebläse aufgeladen – kurzzeitig der stärkste IHC aus deutscher Fertigung.

Der Motor bekam ein Roots-Gebläse und damit 10 PS mehr, die breitere Haube ließ ihn deutlich wuchtiger wirken. Die aufwendige Technik war im Vergleich zur Konkurrenz aber zu teuer – nach 1958 und 1959 war schon wieder Schluss. Rund 1.800 Stück wurden gebaut.

MotorIHC DD-132 S
Bauart4-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren (aufgeladen)
Hubraum2.175 ccm
Leistung40 PS bei 1.900 U/min
Getriebe8 vorwärts / 2 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit20 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC D 4401959RestauriertHeckkraftheberGünter Wendling
IHC D 320

IHC D 320

Das BesondereDer Name ist Programm: 3 Zylinder, 20 PS.

Der kleinste Dreizylinder seiner Baureihe. Die Vorderachsfederung war Serie und schaltete sich beim Frontladereinsatz automatisch ab. Ab 1957 gab es auf Wunsch das damals viel beachtete Agriomatic-Getriebe.

MotorIHC D-99
Bauart3-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum1.631 ccm
Leistung20 PS bei 1.750 U/min
Getriebe8 vorwärts / 2 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit20 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC D 3201959OriginalMähwerkJürgen Wagner
IHC D 217

IHC D 217

Das BesondereVolle Ausstattung ab Werk – in der hart umkämpften 17-PS-Klasse ein starkes Argument.

Mit Vorderradfederung, Differentialsperre, hydraulischem Kraftheber, Dreipunktanbau und Sechsganggetriebe ab Werk war der D 217 gut aufgestellt. Es gab ihn als Tragschlepper (F) und später als Standardschlepper (S) – am Ende setzte sich bei den Kunden der Standardschlepper durch.

MotorIHC DD-74
Bauart2-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum1.217 ccm
Leistung17 PS bei 1.900 U/min
Getriebe6 vorwärts / 1 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit19 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC D 2171960RestauriertHeckkraftheberJürgen Wagner
IHC D 219

IHC D 219

Das BesondereEin typischer, gut erhaltener McCormick-Hofschlepper.

Technisch eng verwandt mit dem D 217: wassergekühlter Zweizylinder mit 17 PS und die bewährte Ausstattung der kleinen McCormick-Schlepper. Ein typischer Hofschlepper der 1960er-Jahre.

MotorIHC DD-74
Bauart2-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum1.217 ccm
Leistung17 PS bei 1.900 U/min
Getriebe6 vorwärts / 1 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit20 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC 2191964Restauriert–Boris Fink
IHC 353

IHC 353

Das BesondereAgriomatic-Getriebe: Acker- und Straßengang unter Last schalten, ohne zu kuppeln.

Ab 1967 schloss der 353 die Lücke zwischen dem 323 und dem 423. Sein neuer Direkteinspritzer D-155 mit gut 2,5 Litern kam später mit unterschiedlicher Leistung in mehreren IHC-Modellen zum Einsatz. Serie war das Agriomatic-Getriebe.

MotorIHC D-155
Bauart3-Zylinder, wassergekühlt, Direkteinspritzung
Hubraum2.494 ccm
Leistung35 PS bei 1.900 U/min
Getriebe8 vorwärts / 2 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit20 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC 3531969OriginalFrontlader, Mähwerk, VerdeckJürgen Wagner
IHC 323
2× im Verein

IHC 323

Das BesondereZweimal im Verein – beide mit Fritzmeier-Verdeck.

Der 323 löste 1966 den D-326 ab und behielt dessen Dreizylinder mit gut 1,8 Litern und 26 PS. Optisch wurde er an die größeren 523 und 624 angepasst. Auch er hatte serienmäßig das Agriomatic-Getriebe, auf Wunsch mit Kriechgängen.

MotorIHC DD-111
Bauart3-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum1.825 ccm
Leistung26 PS
Getriebe8 vorwärts / 2 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit20 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC 3231971OriginalMähwerk, Fritzmeier VerdeckWolfgang Wendling
IHC 323–OriginalFritzmeier Verdeck, Kotflügel vorneRolf Kopp
IHC 453

IHC 453

Das Besondere45 PS aus dem Dreizylinder D-155 dank höherer Drehzahl.

Ab 1971 ausgeliefert, mit dem Dreizylinder D-155, der hier dank höherer Drehzahl 45 PS leistete. Das Getriebe mit 8 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgängen ließ sich per Vorgelege verdoppeln; auf Wunsch gab es auch einen Schnellgang bis 30 km/h.

MotorIHC D-155
Bauart3-Zylinder, wassergekühlt, Direkteinspritzung
Hubraum2.536 ccm
Leistung45 PS bei 2.200 U/min
Getriebe8 (6) vorwärts / 2 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit20 (25) km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC 4531974TeilrestauriertFritzmeier VerdeckUwe Schäfer
IHC 383

IHC 383

Das BesondereMit Frontlader – und dem Alu-Grill der Star-Serie.

1972 stellte IHC seine überarbeitete Star-Serie vor – der 383 war darin der zweitkleinste Schlepper. Das eine PS mehr gegenüber dem Vorgänger kam von der neuen Bosch-Verteilereinspritzpumpe, der Alu-Kühlergrill passte ihn an das einheitliche IHC-Design an. 1975 folgte der 433.

MotorIHC D-155
Bauart3-Zylinder, wassergekühlt, Direkteinspritzung
Hubraum2.536 ccm
Leistung35 PS bei 1.600 U/min
Getriebe8 vorwärts / 2 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit25 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC 3831973OriginalFrontladerKlaus Weber
IHC 644

IHC 644

Das BesondereDer schräg nach vorn geneigte Kühlergrill macht ihn unverwechselbar.

Ein Vierzylinder der sogenannten B-Familie mit knapp 3,4 Litern und 60 PS. Neu war vor allem die Ergonomie: gut erreichbare Bedienelemente und ein ebener Fahrerstand. Das Synchrongetriebe ließ sich per Reduziergetriebe verdoppeln.

MotorIHC D-206
Bauart4-Zylinder, wassergekühlt, Wirbelkammerverfahren
Hubraum3.326 ccm
Leistung60 PS bei 2.180 U/min
Getriebe8 vorwärts / 4 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit30 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC 644 S1974OriginalServolenkung, Fritzmeier VerdeckJürgen Wagner
IHC 1455 XL

IHC 1455 XL

Das Besondere145 PS und Sechszylinder – der stärkste Schlepper im Verein.

Das größte IHC-Modell, nur mit Allradantrieb erhältlich: über 6,5 Liter Hubraum, 145 PS und ein ZF-Getriebe mit 20 Vorwärts- und 9 Rückwärtsgängen. Gebaut wurde er ab 1979 in Neuss, nach der Fusion mit Case als Case International 1455 XL bis 1990. Insgesamt entstanden nur rund 1.000 Stück.

MotorIHC DT 402
Bauart6-Zylinder, wassergekühlt, Direkteinspritzung
Hubraum6.583 ccm
Leistung145 PS bei 2.200 U/min
Getriebe20 vorwärts / 9 rückwärts
Höchstgeschwindigkeit30 km/h

Im Verein

AusführungBaujahrZustandBesonderheitenBesitzer
IHC 1455 XL1984RestauriertFrontkraftheberJoshua Wendling

Technische Daten nach Angaben unserer Mitglieder. Die Fotos zeigen die Schlepper unserer Mitglieder.